die Förderung ...
der Heimatpflege zwischen den Heimatgebiet ansässigen und den außerhalb des Heimatgebietes lebenden Landsleuten
„Theodor Fontane“
Guben vor 100 Jahren
Die Gubener Zeitung, von 1871 bis 1944 kann auf Rollfilm in den Räumlichkeiten der Stadtbibliothek Guben eingesehen werden.
Im Online-Archiv der Gubener Zeitung haben wir für Sie einige Beiträge von 1901 bis 1921 zusammengestellt.
Unsere Straßenbahn sieht heute auf ihr zweijähriges Bestehen zurück. Am 24. Februar 1904 fand die Betriebseröffnung der „Elektrischen“ statt. Wenn auch die Bürger von Guben der damaligen Betriebseröffnung der langersehnten Bahnhofs-Verbindung sehr wohlwollend gegenüber standen, so wurde doch eine etwaige Rentabilität von den meisten sehr angezweifelt. Wie immer, so ist auch hier, die goldene Mittellinie gefunden worden. Bei größtmöglichem Entgegenkommen unter besonderer Berücksichtigung der hiesigen Verhältnisse ist es der Straßenbahn gelungen, eine, wenn auch noch mäßige Verzinsung des Anlagekapitals zu erzielen…. Im Jahre 1905 haben die Motorwagen 197 440, die Anhängerwagen 1503 Kilometer zurückgelegt. An Unfällen waren 5 leichte zu verzeichnen, die durch Selbstverschulden der beteiligten Personen verursacht waren, gegen 8 Unfälle im Jahre 1904. Zusammenstöße mit Fuhrwerken waren 4 im Jahre 1904 und die gleiche Anzahl im Jahre 1905. Es gibt immer noch Fuhrleute oder Kutscher, welche nicht einsehen wollen, dass die Straßenbahn nicht um sie herum fahren kann und einfach das Geleis als Fahrweg benutzen…
Ein Zeichen des nahenden Frühlings, ein blühender Schlehenzweig, wurde uns heute aus den Mückenberger Bergen zugestellt.
Herberge zur Heimat : In den neu eingerichteten Zimmern der Herberge zur Heimat haben im Jahre 1908 3835 Personen aller Konfessionen Aufnahme gefunden. Die Gebühren von 10, 20, 25, 30, 50 und 75 Pfg. für die Nacht ergaben insgesamt eine Einnahme von 940,15 M. Die Zahl der ständigen Kostgänger betrug durchschnittlich 5 in der Woche. Die Herberge hat jetzt 8 neu eingerichtete Schlafräume mit 29 Betten.. Der Wirtschaftsbetrieb erbrachte eine Einnahme von 4790,95 M., denen Ausgaben von 5611,45 M. gegenüberstehen.
Um der Raupenplage im kommenden Frühjahr und Sommer vorzubeugen, sind rechtzeitig sämtliche Bäume und Sträucher, und zwar die Bäume an ihren Stämmen und an den Aesten, soweit dieselben mit Leitern und an Stangen befestigten Baumscheren erreicht werden können, mindestens aber bis zur Höhe von 6 Metern über dem Erdboden, von Raupennestern und Eiern zu befreien. Dasselbe gilt von Einfriedigungen bepflanzter Grundstücke. Die abgesuchten Nester und Eier sind durch Feuer zu vernichten. In der Ober- Präsidialverfügung vom 13. April 1891 liegt die Zeit, in der das Abraupen ausgeführt werden soll, zwischen dem 1.November und dem 15.März.

35 Prozent-Zuschlag zu Wohnräumen, 40 Prozent-Zuschlag zu gewerblichen Räumen genehmigt.
Wie wir hören hat der Regierungspräsident mit Verfügung vom 15. Februar den Antrag des Magistrats zu Guben, die Höchstgrenze für Mietzinssteigerungen auf 35 Prozent Zuschlag für Wohnräume und 40 Prozent Zuschlag für gewerbliche Räume genehmigt. Die amtliche Bekanntgabe dieser Verfügung wird in den nächsten Tagen erfolgen.
Ueber die Zulassung von Mädchen zum Besuch höherer Knabenschulen verlautet, daß in jedem einzelnen Falle die Genehmigung des Ministers nachgesucht werden muß. Zugelassen werden nur besonders begabte Mädchen an Orten, wo entsprechende Lehranstalten oder Nebenkurse für sie nicht vorhanden sind.