die Förderung ...
der Heimatpflege zwischen den Heimatgebiet ansässigen und den außerhalb des Heimatgebietes lebenden Landsleuten
„Theodor Fontane“
Guben vor 100 Jahren
Die Gubener Zeitung, von 1871 bis 1944 kann auf Rollfilm in den Räumlichkeiten der Stadtbibliothek Guben eingesehen werden.
Im Online-Archiv der Gubener Zeitung haben wir für Sie einige Beiträge von 1901 bis 1921 zusammengestellt.
Zu der gestrigen Notiz über eine neue Orgel in der Klosterkirche erhalten wir eine Berichtigung, daß diese Nachricht verfrüht ist; bisher hat die kirchliche Gemeindevertretung auf ein Gutachten der Firma Sauer, das der Gemeindekirchenrat eingefordert hatte, beschlossen, eine neue Orgel in Aussicht zu nehmen, ohne sich indessen irgendwie zu binden. Zunächst bedarf es dazu der Genehmigung des hiesigen Magistrats als Patron, die bisher noch nicht einmal nachgesucht ist, da die Verhandlungen noch in den Anfängen stehen. Vor 1906 kann die Kirchengemeinde nicht daran denken, dies Werk in Angriff zu nehmen, da sie bis dahin noch anderweitig gebunden ist. Daß eine neue Orgel für die Klosterkirche notwendig ist, hat allerdings der letzte Herbst gezeigt, indem das Werk teilweise oder gänzlich wiederholt versagte.
Filzschuhe für gestürzte Pferde hat der Tierschutzverein beschafft. Die Schuhe haben sich bisher überall bei großer Glätte außerordentlich gut bewährt. Sie werden bei gestürzten Pferden über die Vorderhufe gestreift und mit deren Hilfe können sich die Tiere dann leicht aufrichten. Die Filzschuhe werden an folgenden Stellen aufbewahrt, von wo sie in Bedarfsfällen geholt werden können: bei Kaufmann Mißling an der Bahnhofsrampe, bei Kaufmann H. Richter am Markt, bei Kaufmann Schnierstein, Crossener Straße und bei Witwe Sauermann (Zigarrenhandlung) am Lubstplatz.
Die fortgeschriebene Bevölkerungsziffer unserer Stadt betrug am 1. Dezember 1907 37 854, am 1. Dezember 1908 38 067. Es ist also eine Zunahme der Bevölkerung um 213 Seelen zu verzeichnen. Ein günstiges Zeichen, da manche Städte infolge der rückläufigen Konjunktur eine Abnahme der Bevölkerungszahl aufzuweisen haben.


Sparsamkeit im Papierverbrauch. Wir weisen auf Anregung der städtischen Verwaltung darauf hin, daß bei allen Schreiben an die städtische Verwaltung halbe Bogen genügen, falls für das betreffende Schreiben nicht mehr Papier erforderlich ist. Schreiben, die im Rathause aufgegeben aber in den am Rathause befindlichen Briefkasten gelegt werden, können des Umschlags entbehren.

Die Vereinigung der Kakteenfreunde ist bemüht, für ihre schöne Liebhaberei neue Anhänger zu werben. Es sei daher auf die Anzeige der Vereinigung aufmerksam gemacht.
Ein Schwindler K.H. Sauer geht in der Stadt umher und gibt an, vom hiesigen Stadttheater angewiesen zu sein, ein Theaterjournal zu vertreiben. Es wird gebeten, den Mann energisch abzuweisen, da er nicht berechtigt ist, unter Berufung auf das hiesige Stadttheater Gelder einzuziehen.